DALIA DONADIO’S POEM POT


Dalia Donadio, voc.
Urs Müller, g.
Raphael Walser, b.

feat. Daniele Pantano, spoken word

In ihrem neuen Programm setzt Donadio (Schwalbe & Elefant, donadio/meier) zusammen mit dem Gitarristen Urs Müller (KALI, Monotales) und dem Bassisten Raphael Walser (Raphael Walser’s Gangart, JENNY) Texte des Dichters Daniele Pantano aus dem Band “The Oldest Hands in the World” um. Feine Ironie weht durch Verse und Klang, leicht groteske Perspektiven deuten auf etwas, das beunruhigt oder gar von tödlichem Ernst ist. Die Musik des Trios gewährt den Worten über das Exil, Translingualismus und das sich-nach-Hause-in-die-Heimat-Schreiben ein neues Aggregat, das noch weiter öffnet und verbindet.



Poem Pot plays Pantano

(CD/digital)

March, 2020
 To be released on Wide Ear Records

All music written by Dalia Donadio

Words by Daniele Pantano from
“The Oldest Hands in the World” Black Lawrence Press

Recorded, mixed by
Hannes Kumke at Sélavy Studio, BS
Mastered by Manuel Egger
at suburbansound.ch, Winterthur

Graphic design by Studio Eusebio
Photography by Jela Hasler



Poem Pot

(CD/digital)

April 01, 2016
Released on Prolog Records

All music written by Dalia Donadio

Words by Gertrude Stein, e.e.cummings,
Fernando Pessoa, Charles Bukowski, Robert Duncan, Dalia Donadio

Recorded, mixed & mastered by
Hannes Kumke at Sélavy Studio, BS



Artwork by Isabel Peterhans
Photography by Ruben Hollinger & Lisa Schneider

Friendly supported by Aargauer Kuratorium.

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Poem Pot
SRF: Jazz-Aktuell
2016, Beat Blaser

Poem Pot
Jazz’n’More
2016, Pirmin Bossart

Lyrik mit musikalischem Tiefgang

Gedichte verschiedener Autoren bilden den Ausgangspunkt für das Album ”Poem Pot” von Dalia Donadio. Die Aargauer Sängerin und ihr Trio haben ein vielseitiges Werk von feiner Musikalität geschaffen.

Dalia Donadio stammt aus einer Musikerfamilie. In ihrem Kanton hat sie einen klingenden Namen. Unter anderem tritt sie im Duo mit ihrem Bruder Moreno Donadio auf. Mit ”Poem Pot” hat sie jetzt ein Album veröffentlicht, das die alte Paarung Musik – Lyrik auf einen erfrischend neuen Nenner bringt: Wir hören weder verjazzte Poesie noch brave Singer-Songwriter-Innerlichkeit, sondern ein breites Spektrum an musikalisch eigenständigen Text-Musik-Verwandlungen, zu denen auch die beiden Instrumentalisten Urs Müller (Gitarre) und Raphael Walser (Kontrabass) mit ihren Spezialitäten entscheidend beitragen.

Intuitive Auswahl

Sie habe schon früher selber englische Texte geschrieben und nun mal ein Album machen wollen, das explizit englischsprachige Lyrik zum Aus- gangspunkt nehme, sagt Dalia Donadio. ”Ich kann mich in einer Fremdsprache nicht so pointiert ausdrücken, wie das Lyriker zustande bringen. Diese Reduktion, in der vieles gesagt wird, fasziniert mich. Ich habe auch in meinem Bekanntenkreis einige Lyriker. Zudem setzte ich mich seit Langem mit Gedichten verschiedenster Herkunft auseinander.”

Bei der Auswahl der lyrischen Texte ist Donadio intuitiv vorgegangen. Da haben e.e. cummings und Robert Duncan ebenso Platz wie Fernando Pessoa, Charles Bukowski und Gertrude Stein. Zwei Texte stammen von der Sängerin selber. Einer davon, ”When Silence Stays Over Night”, hat das Trio zu einem der schönsten Stücke auf dem Album inspiriert. Ein Stück, das auch musikalisch ganz schön experimentell ausbrandet. Andere Stücke wie ”Clouds” oder ”Travel” von Pessoa sind aus kollektiver Improvisation entstanden und werden auch jedes Mal kollektiv improvisierend wieder neu umgesetzt.
Die Musikerin und Sängerin benutzt die lyrischen Texte, um damit ihre klingenden Kreationen entfalten zu können. ”Die Gedichte setzen verschiedene Rahmenbedingungen, welche ich benutze, um Lyrik in musikalische Parameter zu übersetzen. Es sind quasi Spielregeln, die es mir erlauben, mich im Komponieren auszutoben.” Dabei ist es nicht nur der Inhalt eines Gedichts, der sie inspiriert. Das kann auch der Rhythmus der Sprache, die formale Anordnung des Textes, die Klanglichkeit oder eine bestimmte Stimmung sein.

Song-Gout

Lyrisch ist Dalia Donadio keineswegs auf englischsprachige Texte fixiert. Zu ihren weiteren Projekten gehört etwa das Duo Schwalbe & Elefant mit Linda Vogel (Harfe, Effekte), in dem sie eigene Mundart-Texte einbringt. Auch schliesst sie nicht aus, dass sie mit dem Trio vielleicht auch mal ein Projekt mit ausschliesslich Schweizer Lyrikern in Angriff nimmt.

Lyrische Texte sind nicht zuletzt eine gute Wahl, um sich musikalisch konzise zu halten. So gehen auch die zwölf Tracks in Richtung von Songs, aber ohne dass man je das Gefühl hätte, klassische Songformen zu hören. Dalia Donadio ist eine wandlungsfähige und sanft experimentierfreudige Sängerin. Den melancholischen Pessoa bringt sie mit der nötigen Inbrunst (”Travel”) oder Zerris- senheit (”Clouds”), Gertrude Stein lockt sie aus der Reserve, mit Robert Duncan wird sie respektvoll andächtig, e.e.cummings beflügelt ihre Expressivität.

Zum herausragenden Gout dieses ”Poem Pot” gehört die gute Verwobenheit der Musikerin mit den beiden Musikern. Da lässt sich nicht einfach eine Sängerin von Bass und Gitarre begleiten. Raphael Walser kennt die Jazzfundamente, während Urs Müller auch die Spielweisen von Rock und Indie-Pop draufhat. Er zeigt eine beeindruckende Palette von elektronisch gefütterten Texturen und Effekten, beherrscht aber auch die ungefilterte Saitenkunst. So bereitet dieses Album auch musikalisch Freude.


Poem Pot
Der kleine Bund
2016, (ane)

Sperrig und auch mal magisch

Poesie zu Musik machen, dieser Aufgabe hat sich die Zürcherin Dalia Donadio verschrieben. Auf ihrem Debüt-Album «Poem Pot» werden aus Gedichten von Charles Bukowski, Gertrude Stein oder Fernando Pessoa mal anheimelnde, mal sperrige, mal nervige, mal magische Lieder, die den Geist des Jazz atmen, aber auch ganz gut im Fach des kunstfertigen Pop abgelegt werden können.

Poem Pot
041 - Das Kulturmagazin
2016, Stoph Ruckli


Wort und Klang

Lyrik und Musik: Dieses Paar vereint die Aargauer Stimmartistin Dalia Donadio im „Poem Pot“ – ihrem neuen Album. Unterstützt wird sie dabei von zwei hervorragenden Musikern: dem Luzerner Urs Müller an der E-Gitarre sowie Raphael Walser aus Zürich am Kontrabass. Zusammen nähert sich das Trio Weken von Dichterinnen und Dichtern wie Charles Bukowski, Gertrude Stein, Fernando Pessoa oder Robert Duncan an. Die Inhalte, Rhythmen und Formen der Gedichte werden hierbei musikalisch umgedeutet. Das Resultat, der Poem-Jazz-Gedichtetopf sprüht denn auch nur so vor Vielseitigkeit, Verträumte Ambientballaden, kraftvolle Improstücke und schräge Modulationstracks wechseln sich angenehm ab. Die Wechsel sind zwar stellenweise herausfordernd, doch lohnt sich das Befassen mit ihnen. Generell faszinieren die vielen Seiten der Musiker: Die Stimme von Donadio, die zwischen Sidel-Endresen-Impro oder Joy Frempong-Timbre nahezu überallhin switchen kann, ohne Charakter zu vermissen. Der Effektregenwald Müllers, einmal warmer Schauer, dann wieder peitschende Hitze. Das mächtige und zugleich filigrane Spiel von Walser. Mal trösten sie, mal erregen sie, mal schwelgen sie. Ein Genuss wie ein spannendes Buch oder eine gute Platte.


Poem Pot
Berner Oberländer/Thuner Tagblatt
2016, (pd)

Zwischen Literatur und Musik

Die Zürcherin Dalia Donadio übersetzt auf ihrem Debütalbum «Poem Pot» die Liebe zur Lyrik in ein spannungsgeladenes Feld zwischen Pop und Jazz, zwischen Improvisation und Song, zwischen Gedicht und Musik. In ihrer Textauswahl gibt es keine Einschränkungen, nur den Moment oder die Stimmung. Am Samstag gastiert sie in Bern.


Poem Pot
Badener Tagblatt
2016, Stefan Künzli

Die Badener kennen Dalia Donadio aus dem „Prima Vista“, dem Musikrestaurant, das von ihren Eltern, Toni und Madlen Donadio, betrieben wird. Dort tritt die 28-jährige Sängerin immer wieder in der Familienband auf, singt mit ihrem Bruder Moreno Bossa-Nova-Standards oder hilft hinter der Bar.

Heute stellt Dalia Donadio im „Prima Vista“ ihr erstes eigenes Projekt „Poem Pot“ mit beiden Mitmusikern Urs Müller (Gitarre) und Raphael Walser (Bass) vor. „Poem Pot“ ist ein klingender „Gedichtetopf“, mit dem die Bandleaderin ihre Liebe zur Lyrik erklärt. „Lyriker sind fähig, sich in meist überaus knappen Formen unglaublich poinitert auszudrücken. Diese Fähigkeit fasziniert mich sehr“, sagt die Sängerin, die an den Musikhochschulen in Zürich und Luzern Gesang studiert hat.

Die Textauswahl ist intuitiv, entscheidend dabei sind Stimmung, Form oder Klang. So finden wir im „Poem Pot“ Werke von Dichtern wie e.e.cummings, Charles Bukowski, Gertrude Stein, Fernando Pesso oder Robert Duncan. Alles in Englisch.

Den ausgewählten Gedichten dieser Lyriker nähert sich Donadio zuerst improvisatorisch. „Die Texte sind der Ausgangspunkt für die Musik“, sagt Donadio, „sie geben mit den äusseren Rahmen“. Das Ergebnis bleibt offen. Einige Gedichte haben sich zu fixen Songs entwickelt, die immer gleich interpretiert werden. Andere haben Fixpunkte, die wie bei der Interpretation von Jazzstandards einen Raum zur Improvisation haben. Einige sind aber auch ganz rei. Das heisst, sie entwickeln sich aus dem Moment heraus.

Mut zur Eigenständigkeit

„Poem Pot“ ist keine stromlinienförmige, eingängige Hitparadenmusik. Vielmehr eine Musik zwischen Pop und Jazz, Improvisation und Song, Gedicht und Musik. Eine Musik, auf die man sich einlassen muss.

Dalia Donadios Stärke ist das Leise und Zarte. Nuancen sind in ihrer Musik entscheidend. Mit „Poem Pot“ hat die junge Musikerin eine Form gefunden, die ihr entspricht. Für ihren Mut zur Eigenständigkeit fernab von Kommerz wird sie vom Aargauer Kuratorium unterstützt.

Poem Pot
Basler Zeitung
2016, (ris) 

Ein Topf voller Gedichte
Dalia Donadio präsentiert im Sääli das Album „Poem Pot“

Wie der Name schon sagt, frönt die Sängerin Dalia Donadio auf ihrem aktuellen Album „Poem Pot“ ihrer Liebe zur Lyrik. Ob Charles Bukowski oder Fernando Pessoa – auf der EP wurden verschiedenste Texte von Dichtern vertont. Die Zürcherin erklärt ihre Faszination für die literarische Gattung so: „Lyriker sind fähig, sich in meist überaus  knappen Formen unglaublich pointiert auszudrücken.“

Gemeinsam mit dem bassisten Raphael Walser und dem Gitarristen Urs Müller verzaubert die Musikerin das Sääli mit einer Mischung aus Pop und Jazz. (...)




Morning Walk
for J Hopler

Today, let me not ponder life or love or
Who fans the flame at the center of all things

Today, let me simply accept the bombinating
Presence of death in everything I see

Daniele Pantano “The Oldest Hands in the World”
Black Lawrence Press

dalia@daliadonadio.ch
+41 79 794 57 85